Zeckenschutzimpfung (FSME)

zecke2.jpg

Baden-Württemberg gehört mit Bayern in Deutschland zu den Risikogebieten für die von Zecken übertragene Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME).
Aber auch Gebiete u.a.in Schweden, Polen, Tschechien, Ungarn und Österreich beherbergen infizierte Zecken.
Keine Gefahr besteht in Italien, Spanien, der Türkei und vielen anderen Reiseländern. Auch in Deutschland sind bisher (in den letzten Jahren) nur einzelne Fälle nördlich von Frankfurt/Main aufgetreten, wahrscheinlich von eingeschleppten Zecken.
Eine genaue Verbreitung kann man im Internet auf der Seite www.rki.de nachlesen, in unserer Praxis hängen ebenfalls Poster (Deutschland- und Europa-Karte).

Wogegen wird geimpft?

Die Impfung wirkt vorbeugend gegen die Viruserkrankung FSME (Früh-Sommer-Meningo-Encephalitis), also eine Hirnhaut- und Hirnentzündung; sie schützt aber nicht gegen die ebenfalls von Zecken übertragene Infektionskrankheit Borreliose, die Entzündungen an den Gelenken sowie Beeinträchtigungen des Nervensystems hervorrufen kann. Diese Krankheit wird durch Bakterien verursacht und kann mit Antibiotika behandelt werden. Dagegen ist FSME nicht therapierbar. Die Todesrate liegt bei einem Prozent, wobei ältere Erkrankte besonders schwer erkranken. Die Folgeschäden können sehr massiv sein, zum Beispiel Lähmungen.
Gegen die in der Türkei vorkommende und ebenfalls von Zecken übertragene Erkrankung (Kirim-Kongo-Fieber), die jedes Jahr viele Todesfälle fordert, gibt es keine Impfung.

Wer sollte sich impfen lassen?

Zecken können den Menschen bei Waldspaziergängen, aber auch im Garten oder Freibad befallen. Deshalb sollte sich impfen lassen, wer sich in den Risikogebieten (!!!) draußen aufhält.
In Norddeutschland und Dänemark ist eine FSME-Impfung nicht erforderlich.
Aufgrund der Panikmache in der Presse kam es 2007 zu einem Kollaps der Impfstoffversorgung, so dass auch sinnvolle Impfungen nicht durchgeführt werden konnten. Inzwischen ist wieder ausreichend Impfstoff vorhanden.

Welche Nebenwirkung hat die Impfung?

Im Unterschied zu den Chargen vor wenigen Jahren ist der Impfstoff heutzutage meist sehr gut verträglich. Es kann zu vorübergehenden Rötungen oder einer Schwellung des Oberarms kommen, an dem die Impfung vorgenommen wird. Auch Allgemeinsymptome wie Abgeschlagenheit können auftreten. Fieberreaktionen sind sehr selten.

Wo kann man sich impfen lassen?

Jeder Hausarzt/ Kinderarzt bietet die Impfung an. Sie wird von allen Krankenkassen bezahlt.

Wie schnell ist die Impfung wirksam?

Nach der Standardimpfung besteht ein Schutz nach vier bis sechs Wochen, bei der Schnellimmunisierung nach zwei bis drei Wochen. Ein Auffrischen ist (je nach Impfstoff) meist nach 1 Jahr, dann alle drei bis fünf Jahre ratsam.


Mehr zum Thema:


Sprechzeiten

Montag8.00 - 11.00 Uhr15.30 - 17.30 Uhr
Dienstag8.00 - 11.00 Uhr15.30 - 17.30 Uhr
Mittwoch8.00 - 11.00 Uhr(nachmittags keine Sprechstunde)
Donnerstag8.00 - 11.00 Uhr15.30 - 17.30 Uhr
Freitag8.00 - 12.00 Uhr(nachm. nur nach Vereinbarung)

Anschrift

Hausarzt-Zentrum Harburg-Marmstorf
Beutnerring 9

21077 Hamburg-Marmstorf

Tel.: 040 / 760 10 10
Fax: 040 / 760 85 04